Kinderyoga mit Janine Wullschleger

Donnerstag 16:30-17:30

Kinder erleben die Welt auf ganz unterschiedliche Weise. Manche sind voller Bewegungsfreude und möchten gleich mitmachen, andere beobachten zuerst und brauchen etwas Zeit – beides darf sein. Mir ist wichtig, jedes Kind dort abzuholen, wo es gerade steht, und ihm Raum für sein eigenes Erleben zu geben.

Im Kinderyoga tauchen wir gemeinsam in kleine Fantasie- und Geschichtenwelten ein. Wir begegnen Tieren, reisen durch Wälder, bewegen und dehnen uns, entdecken unseren Atem und werden zwischendurch auch einmal ganz still. So entstehen kleine Inseln im Alltag, in denen die Kinder zur Ruhe kommen, Kraft sammeln und sich selbst ein Stück näherkommen dürfen.

Dabei geht es nicht darum, eine Übung besonders gut oder richtig zu machen. Vielmehr möchte ich die Kinder dazu einladen, neugierig zu entdecken: Wie geht es mir gerade? Was brauche ich? Was fühlt sich für mich gut an? Sie dürfen lernen, ihren Körper und ihre Gefühle bewusster wahrzunehmen und ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

Besonders am Herzen liegt mir ein liebevolles und wertfreies Miteinander. Jedes Kind bringt etwas Eigenes mit und darf seinen Platz in der Gruppe finden. Gefühle und Unterschiede dürfen da sein.

Ich selbst mag die leisen Momente genauso wie das gemeinsame Lachen und die Lebendigkeit. Vielleicht liegt mir deshalb besonders am Herzen, aufmerksam hinzuschauen und wahrzunehmen, was ein Kind gerade braucht.

Ich möchte einen ruhigen und achtsamen Rahmen geben, in dem sich die Kinder sicher, gesehen und angenommen fühlen können.

Für mich ist Kinderyoga deshalb viel mehr als Bewegung. Es verbindet Lebendigkeit mit Ruhe, das gemeinsame Erleben mit Momenten ganz bei sich selbst. Ich möchte die Kinder dabei feinfühlig begleiten, ihnen Impulse geben und gleichzeitig genügend Raum lassen, ihre eigenen Erfahrungen zu machen.

Mein Wunsch ist, dass jedes Kind aus der Yogastunde etwas mitnehmen darf, das ihm gerade guttut – vielleicht ein wenig Ruhe, Freude, Vertrauen oder Wärme. Und vor allem die Erfahrung: Ich darf so sein, wie ich bin.